Ich schreibe, also bin ich?

 

Habe ich schon erwähnt, dass ich schreibe? Doch, habe ich bestimmt. Aber sicherheitshalber tue ich das noch einmal. Ich schreibe intensiv, exzessiv, chaotisch. Nicht jeden Tag. Nicht einmal jede Woche. Aber wenn es mich gepackt hat, bin ich dabei. Oder mittendrin, statt nur ... Nein, jetzt bitte keine Floskeln.

 

Ich habe nicht mein ganzes Leben lang geschrieben. Nicht einmal mein halbes. Natürlich hatte ich als Kind eine Phase, in der ich Blätter bekritzelte und heimlich auf die Reiseschreibmaschine meiner Mutter einhackte. (Ich weiß gar nicht so genau, was spannender war: Das Schreiben und Fertigstellen von etwas, das man als großartig ansah oder das Verbotene, es auf der Schreibmaschine meiner Mutter zu tun!)

 

Doch seit einigen Jahren bin ich wieder dabei. Schuld ist ganz klar Frau Rowling. Hätte sie nicht Harry Potter geschrieben, hätte ich ihre Geschichten nicht im Kopf weiterentwickelt. Und hätte ich nicht zufällig Fanfiktionseiten entdeckt, wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, diese Geschichten aus meinem Märchenkopf aufzuschreiben und der ganzen Welt zu offenbaren. Ihr seht also, ich bin völlig unschuldig.

 

Mittlerweile bin ich soweit, eigene Geschichten zu erzählen. Und eine dieser Geschichten wird in naher Zukunft (2013, vorausgesetzt, der Weltuntergang funkt mir nicht dazwischen) veröffentlicht. Es ist ein Jugendthriller, und als solcher wird er natürlich nicht mit Splatter und Blut protzen, obwohl ein Serienmörder sein Unwesen treibt. Und worum geht's? Das erzählt euch der nächste Eintrag.

 

Mordsendspiel - Anpfiff, Abstoß, Mord

 

Merit ist 15, spielt Fußball in einer Mädchenmannschaft und zockt heimlich Egoshooter, sogenannte Killerspiele. In ein solches scheint sich auch ihr Leben zu Beginn des neuen Schuljahres zu verwandeln. Die Freundin des beliebtesten Jungen ihres Gymnasiums wurde umgebracht und ehe es sich Merit versieht, ist sie dabei, Nachforschungen anzustellen, weil Niklas, dem Freund des ermordeten Mädchens, nichts Besseres einfällt, als in ihrem Gartenhäuschen Unterschlupf zu suchen, als die Polizei ihn der Tat verdächtigt.

 

Merit gerät zwischen alle Fronten: Auf der einen Seite ist da Hendrik, der Junge, in den sie heimlich verliebt ist, und der im selben Verein wie sie Fußball spielt. Auch er wird von der Polizei verhört, denn er war vor Niklas mit der Ermordeten zusammen. Ihre vorsichtigen Annäherungen werden jäh zerstört, als herauskommt, dass sie Niklas versteckt hat und schlimmer noch, zu seinen Gunsten aussagt. Denn in genau der Zeit, in der sich Niklas bei ihr aufhält, wird ein zweites Mädchen ermordet. Sie sieht dem ersten Opfer verblüffend ähnlich, ist ebenso blond, zierlich und hübsch.

 

Für Merit steht fest, dass sich ein Serienmörder in ihrer Heimatstadt herumtreibt. Sie verdächtigt ihren neuen Französischlehrer, Monsieur Lacroix, der offensichtlich mehr über die toten Mädchen weiß, als es für einen Zugezogenen zu erklären wäre. Er bedroht Merit sehr subtil, und als ihr plötzlich anonyme Geschenke geschickt werden, ist sie überzeugt davon, dass sie sein nächstes Opfer werden soll. Es sind ausschließlich Geschenke, die sie schon immer haben wollte: ein neuer Egoshooter, Bücher, ja, eine ganze Buchreihe. Wer kann von ihren Vorlieben wissen, wenn nicht jemand, der ihr heimlich hinterherschnüffelt? Lacroix wird ihr noch unheimlicher, als er ihr anscheinend zufällig ständig begegnet: an einer einsamen Stelle auf ihrem Weg nach Hause, mitten in der Stadt, selbst beim Training.

 

Es stellt sich heraus, dass ihr Trainer, Andreas Hofmann, den Franzosen kennt. Und er weiß Interessantes über ihn zu berichten. Bereits als sie beide für ihre jeweilige Juniorenauswahl spielten, war Lacroix für seine Unbeherrschtheit und seinen Jähzorn bekannt. Und am Ende eines Freundschaftsspieles vor 20 Jahren gab es ein totes Mädchen. Blond, zierlich, hübsch. Merit und ihre beste Freundin Sina sowie Max, der ein Auge auf Sina geworfen hat, versuchen alles über ihren Französischlehrer und seine Vergangenheit in Erfahrung zu bringen.

 

Bei der Weihnachtsfeier des Vereins kommt es zum Showdown, und Merit muss erkennen, dass ihr die Wahrheit die ganze Zeit ins Gesicht gestarrt hatte. Ihre Fehleinschätzung könnte nicht nur Sina das Leben kosten, sondern auch ihr eigenes.

Und so sieht das gute Stück aus. Erhältlich entweder direkt beim Autumnus Verlag, allen gut sortierten Buchhandlungen und selbstverständlich bei Amazon.