Es gibt Familie, und es gibt Freunde. Erstere kann man sich nicht aussuchen, Letztere können zur Familie werden.

 

Bei mir ist das der Fall mit dem Rudel, einer Truppe junger und jung gebliebener Leute, die alles sind, was man sich wünschen kann: herzlich, harmlos durchgeknallt, neugierig, aufgeschlossen, immer zu Späßen bereit, Mut machend, auffangend, unterstützend ... Es gibt eigentlich nicht genügend Adjektive, um sie zu beschreiben, denn es sind Individuen, jeder auf seine Art einzigartig. Einzig, nicht artig, aber großartig. Dass sie sind, wie und was sie sind, hat mir oft geholfen und wird es auch in Zukunft tun. Ich werde euch einige von ihnen nach und nach vorstellen. Es sind ausnahmslos besondere Menschen, kreativ, talentiert, liebenswürdig.

 

Lasst uns beginnen mit Reek Wadge. Sie ist gerade so ein Vierteljahrhundert alt, kann aber schreiben, als hätte sie bereits ein Vierteljahrhundert Übung darin. Sie fängt mit ihrer Kamera Bilder ein, vor denen man niederknien möchte, und sie bearbeitet diese mit Präzision, Geduld und Können. Sie erstellt Webseiten, von denen Profis nur träumen, und trotz all ihrer Fähigkeiten ist sie freundlich, zurückhaltend und bodenständig. Reek sieht die Welt mit den Augen einer Künstlerin, und irgendwann wird die Welt auch sie sehen.

Kaky ist ebenfalls U30, und sie schreibt, als würde sie dafür bezahlt, was zweifelsohne irgendwann der Fall sein wird. Sie weiß, wie man 600 Kg Pferd in einem Rennen reitet, und ihre Kreativität beschränkt sich nicht nur aufs Schreiben oder Computerspielen. Sie erschafft Cover zu ihren eigenen Geschichten, und die Gerüchte, dass sich in ihrem Kinderzimmer neben Hitlers Geist auch Barbiepuppen, Rennsättel und eine Kifferausrüstung befinden, ist garantiert erfunden. Sie ist sozialer, als sie zugeben würde: Sie besitzt einen uralten, schwerkranken Kater, den sie aus dem Tierheim geholt hat und jetzt mühevoll aufpäppelt und sie geht nicht an Menschen vorbei, die ihr schwach oder krank vorkommen.

Und weiter geht's. Sie ist ein hübsches Vögelein, die Taro. Doch hübsch allein wäre eine beleidigende Beschreibung, denn die Frau hat's richtig drauf. Sie hat ihr Studium mit Bestnoten beendet, ist schon jetzt eine unabkömmliche Größe in ihrer Firma, beschäftigt sich mit Handarbeiten, kann tolle Last-Minute-Geschenke basteln uuuuuuuuuund: Sie kann kochen. Nicht nur kochen, sondern kochen. Ihr wisst schon, so richtig kreativ. Mit selbst Kräuter züchten, selbst neue Gerichte kreieren und all so etwas. Ihr findet bei ihr sogar selbst hergestelle Schokocremes und Muffins. Dass sie sich gern in der Weltgeschichte herumtreibt, ein freundliches und offenes Wesen besitzt und selbst komplizierteste Excel-Dateien erklären kann, ist alles ein Bonus, den man gerne mitnimmt.

Wer da so freundlich und fröhlich in die Weltgeschichte schaut, ist Sheepy. Ganz sicher ist Sheepy die coolste Socke diesseits und jenseits von Holland. Auf jeden Fall ein unglaublich zierliches Persönchen, mit dem man trotzdem problemlos Pferde (oder auch Schafe!) stehlen kann. Nicht, dass sie kriminelle Energie besäße. Aber Energie ist das Wort, das einem fast als erstes einfällt, wenn es um Sheepy geht. Sie vibriert, sie lacht, sie tanzt, ohne sich zu bewegen, sie hängt nächtelang vor ihrem PC, um die tollsten Dinge für ihr Studium oder einfach für die Welt zu kreieren. Und sie ist kindly by nature, nicht weil sie muss, sondern weil sie will. Sie kann phantastisch erklären und sie nimmt sich die Zeit für jeden, der ihre Hilfe braucht. Und auch, wenn sie behauptet, sie könne nicht schreiben: Sie schreibt die berührendsten, zärtlichsten, herzlichsten und - nein, das ist kein Widerspruch und schon gar nicht abwertend! -, verwirrendsten Texte der Weltgeschichte.

leonora mitchell aka demandseverus ist die beste Freundin, die sich jemand wünschen kann. Sie hat ein Herz, welches größer ist als das Ego sämtlicher Profifußballer der Welt, einen unerschütterlichen Combathumor (trocken aus der Hüfte), ein Lächeln, mit dem sie Pole schmelzen könnte und sie steht jederzeit zu den Menschen, denen sie zugeneigt ist. Sie unterstützt diejenigen, die sich an sie um Hilfe wenden, hat einen umfassenden Erfahrungs- und Wissensschatz, an dem sie teilhaben lässt, und was sie nicht auf Anhieb weiß, das bekommt sie für den Fragenden heraus. Dazu besitzt sie Kreativität und Talent, das sie - viel zu selten! -, am Computer auslebt. Die Bilder, die sie schafft, sind voll von Abenteuern, Träumen, Ahnungen und Visionen und zeugen von einem tiefen Verständnis und Liebe für das, was sie tut.

Um Coryn Hope zu beschreiben, bediene ich mich einfach schamlos bei einem ihrer eigenen Sprüche: Sie ist der Mensch, der mir am ähnlichsten ist und das nicht einmal als Beleidigung empfindet. Und das ist einfach nur großartig, denn mit ihr kann ich reden und mich wohlfühlen, mich ihr anvertrauen, mich auch einmal daneben benehmen, ohne dass es mir übel genommen wird. (Zumindest nicht für lange.) Selbst wenn wir raufen, raufen wir uns im Endeffekt immer wieder zusammen, und ich weiß, dass ich mich zu jeder Zeit auf sie verlassen kann. Sie steht hinter mir, unterstützt mich ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, was es sie selbst kosten könnte. Sie ist der sozialste Mensch, den ich kenne, und als solcher konnte es nur einen medizinischen Beruf für sie geben. Ihren Humor verliert sie auch im größten Stress nicht - sie ist mein Illing und als solcher unersetzlich.