Mo

01

Jul

2013

Spiderfiction

Die spinnen, die Spinnen, zum zweiten. Ich bin überzeugt davon, dass die Viecher ein kollektives Bewusstsein haben. Anders kann ich mir das nicht erklären. Heute hat sich Webbi zwei Kumpels dazugeholt. (Kann natürlich auch ein Harem sein, wer weiß das bei den Viechern schon.) Und die haben es sich gemütlich in der Ecke hinterm Fenster eingerichtet, dort, wo die Lücke vom Bücherregal ist. Sie werden kritisch von mir beäugt - ich schätze, sie machen dasselbe.
Wobei sie natürlich im Vorteil sind. Webbis: 24 Augen
A. P.: 2 Augen

Jedenfalls ist Tarantula spurlos verschwunden, womit ich sagen würde, dass der Sieger feststeht. Ich hoffe nur, Webbi hat sich die Verstärkung nicht geholt, weil er ein Auge (ha, ha, wat'n Wortwitz) auf mich geworfen hat. Heute Tarantula, morgen A. P., übermorgen die ganze Welt. Was 'ne Vorstellung, schon ein wenig gruselig. Arachnophobie lässt grüßen.

Um beim kollektiven Bewusstsein der Krabbler zu bleiben. Sie behalten mich auch im Auge. In den Augen. Oder so.

Ich kam vorhin aus der Dusche, die so einen typische Bates-Motel-Vorhang hat. An dieser Stelle spielt bitte nicht das Intro zu Bates Motel ein, sondern zu Mission Impossible, oder zumindest die Melodie, die ertönt, als sich Tom Cruise im ersten Teil so saudämlich abseilt.

Dasselbe passierte nämlich eben, als ich den Vorhang zur Seite zog. Nein, da stand nicht Bates vor mir. Cruise auch nicht, den lass ich eh nicht ins Haus mit seinem Scientologykram und all das. Da seilte sich gerade ein Kundschafter von Webbi ab. Allerdings auch saudämlich angestellt. Ich meine, wer bleibt direkt vor der Nase seines Beschattungsobjekts hängen und starrt? Zugegeben, ich starrte auch. Ziemlich erstarrt wahrscheinlich. Spider-Cruise war nämlich ein ganz schöner Brocken. Ich bat ihn (sie?), sich freundlichst zu verziehen, weil meine Wohlfühlzone überschritten war und teilte ihm/ihr mit, dass ich durchaus fähig wäre, einen Krieg auch mit schmutzigen Mitteln zu führen. Zum Beispiel könnte ich behaupten, die Spinnen in meinem Haus hätten biologische Waffen gelagert.

Wäre ja nicht einmal gelogen, alles an ihnen ist ja biologisch. Wie auch immer, Spider-Cruise verstand meine freundlichen Hinweise und seilte sich genauso listenreich wieder aufwärts, wie er abwärts kam. Ich schätze, jetzt, da ich gerade davon schreibe, lacht Webbi wieder. Über mich, über seinen Spion, der von der Decke kam, und über die Welt, die nicht weiß, was ihr bevorsteht.

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So

30

Jun

2013

Die spinnen! Die Spinnen.

Heute mal ohne Bild. Hab mir sagen lassen, die meisten Leute können nicht so mit Krabbelviechern, nicht mal auf Bildern.

 

Ich habe gestern zwei Spinnen an der Wand meiner Bibliothek beobachtet. Wer mich kennt, weiß, dass ich kein sonderlich großer Fan dieser Biester bin, aber die halten sich wohlweislich ziemlich außerhalb meiner Wohlfühlzone auf, also praktizieren wir friedliche Koexistenz. (Ja, Mister President, yes, I can! Könnten Sie sich ja mal ein Beispiel an mir nehmen!) *hust* Wo war ich? Ach, so ja, die spinnen. Nee, die Spinnen.

Wie auch immer. Es handelte sich um so einen schwarzen Tarantelverschnitt in Babytarantelgröße (also Haselnussumfang) und diesen longhaxerten (Bayerisch, fließend!) Dingens. Weberknecht, glaube ich. Jedenfalls trafen die aufeinander. Und ich dachte mir, jetzt gibt's Bitchfight. Spiderfight. So was. Gab's auch, nur mit dem Ergebnis, dass Webbi (ja, ich darf Webbi zu ihm sagen) tatsächlich das schwarze Mistviech verscheucht hat. Ich meine, dieses Tarantelbabydings ist viel kompakter. Da sollte man doch eigentlich damit rechnen, dass es einfach so über diese Kakelbeine stiefelt und Webbi klarmacht, oder?

Nee, nix dergleichen. Ein paar Schwinger mit den Kakelbeinen, rechts, links, dann ein trockener Uppercut und Tarantelteil macht die Biege. Ich kann Webbi von hier aus lachen hören. Echt peinlich.

 

Also:
Webbi 1 - Tarantula 0

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Mo

27

Mai

2013

How the mighty fall ...

... könnte man da sagen. Vor wenigen Tagen habe ich Lovelybooks entdeckt und mir gedacht, das könnte eine wunderbare Plattform sein, um mein Buch bekannter zu machen. Gesagt, getan, angemeldet. Die ersten Probleme gab es bereits, als ich mich als Autor registrieren lassen wollte. Es kam eine automatische Mail mit dem abschlägigen Bescheid, ich könne nicht als Autor registriert werden, weil nur Schreiberlinge von namhaften Verlagen und keine DKVZ aufgenommen werden würden. Ich antwortete, dass ich für meine Bücher bezahlt werde, nicht umgekehrt und fragte, ab wann denn ein Verlag "namhaft" wäre. Daraufhin wurde großzügig noch einmal geprüft und mir dann erlaubt, als Autor auf dieser Plattform zu existieren.

 

Ich bewarb mich für die Debütautorenliste derjenigen, die 2013 ihr erstes Buch herausgebracht hatten. Dank vieler Freunde schaffte ich es auf Platz 1. Ich war begeistert! Tja, und das ging ja wohl gar nicht. Irgendsoein No-Name, der jemanden vom ersten Platz schubste, der bei einem namhaften Verlag rausbrachte? Als ich heute wieder einmal die Liste ansah, traf mich fast der Schlag: Ich war fort. Ausgelöscht, ausradiert, nonexistent. Auf eine Mail meinerseits wurde mir geantwortet, dass jemand, der innerhalb kurzer Zeit so viele Punkte sammelte und das von Leuten, die auch erst kurze Zeit angemeldet seien, einem Algorithmus zum Opfer falle, weil das alles (!) Fakepunkte seien. Tja, Pech, A. P. Glonn, du dreckiger Betrüger. Du und deine 51 Betrügerfreunde haben einfach Pech gehabt.

 

Der Sturz Lucifers aus dem Himmel war nichts gegen das, was mich ereilte. Danke, Lovelybooks. Ich werde das im Hinterkopf behalten, diese Lektion in Demut.

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So

12

Mai

2013

Ein-Euro-Jobber

Man sagt ja, wer den Schaden hat und so. Diego kann ein Lied davon singen. Als meine bessere Hälfte ist er ja Kummer gewohnt, aber dass er einen Meniskusschaden hat, ist nun wirklich nicht meine Schuld. Den Doc hat's gefreut, denn der durfte operieren. Jetzt also marschiert Diego seit einer Woche mit Krücken durch die Gegend, lässt es sich jedoch nicht nehmen, unbedingt mit einkaufen zu gehen.

 

Da wir an der Kasse eine Schlangenzüchterin sitzen hatten, schickte ich ihn schon mal vor. Er und seine Krücke standen also geduldig an, als ich hinzukam. Eine nette Dame bemerkte ihn und seine Krücke und wollte ihn vorlassen.

Diego (samt Krücke) höflich: "Na (bayerisch für "Nein"), danke, oba i ..."

"Er steht hier für mich an", erklärte ich sachlich. "Wissen Sie, den habe ich mir vom Arbeitsamt geholt, damit er sich für mich überall anstellt und ich nicht warten muss. Sonst taugt er ja nicht viel so mit seinen Krücken und als Beamter ist er ja das Arbeiten nicht gewohnt."

"Arbeitsamt?" Die nette Dame musste bewusst ihren Kiefer vom Boden aufklauben, während unsere Schlangenzüchterin nur vor sich hingrinste - sie kannte uns.

Ich zuckte mit den Schultern. "Klar. Das ist ein Ein-Euro-Jobber. Ok, ich meine, man kann vom Arbeitsamt jetzt nicht das beste Personal verlangen, aber Sie sehen ja: Für solche simplen Aufgaben reicht's noch."

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Di

30

Apr

2013

Lesefreude!

In diesem historischen Moment war es soweit: Mein dicker Kater, der eigentlich Kit Wolkenflitzer heißt (fragt nicht!), jedoch meistens Baby genannt wird (fragt besser immer noch nicht!) wählte mit erstaunlicher Präzision und zielgerichteter Entschlossenheit die Gewinnerin meines Buches "Anpfiff, Abstoß, Mord" aus.

 

*Trommelwirbel*

 

Und das Buch geht aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaan:

 

ANTJE LOCK!

 

Herzlichen Glückwunsch!

 

Ich hoffe, alle anderen sind nicht zu enttäuscht. Falls doch: Dieses Buch - ich schwöre es hoch und heilig! -, gibt's bei dem großen Anbieter mit A. ;)

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Fr

19

Apr

2013

Blogger schenken Lesefreude

Zugegeben, ich bin erst recht spät auf darauf gestoßen, aber ihr seid ja alle von der fixen Sorte und könnt noch dran teilnehmen. Ihren Anfang nahm diese Aktion wohl hier, doch mittlerweile sind es wohl knapp 1000 Blogger, die daran teilnehmen - eine grandiose Idee, wie ich finde. Ich werde mich also beteiligen und verlose am Dienstag, 30. April, ein Buch.

 

Klar, ihr rollt mit den Augen. Klar verlost du ein Buch, aber welches? Nun ja, die Antwort auf diese Frage sollte auch klar sein, oder? Natürlich verlose ich Anpfiff, Abstoß, Mord von ... ok. Erwischt. Von mir. Trotzdem. Vielleicht ist ja der ein oder andere tatsächlich noch nicht dazu gekommen, sich dieses Buch zuzulegen - jetzt ist die Gelegenheit dafür. Schreibt mir also eine mail an

 

apglonn@web.de

 

und zwar bis zum 23.4.2013, 23.59 Uhr (und neunundfünfzig Sekunden), wenn ihr dieses Buch gewinnen wollt.

 

Stichwort: Tag des Buches.

 

Viel Glück allerseits!

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Mo

18

Mär

2013

Hässliche Frau in Wanne versus Coolste Babys in Wanne

Schuld sind immer die anderen, in dem Fall die frauhilde. Sie bewies nämlich, dass eine hässliche Frau in einer Wanne überhaupt nicht hässlich sein muss, jawohl, was mich wiederum auf den Gedanken brachte, dass sich auch andere von ihrer Nicht-so-Schokoladenseite zeigen könnten, doppeljawohl. Ich gehe also mutig voran (oder der frauhilde hinterher) und mache den Fast-Anfang. Wer traut sich noch? Übrigens: Ja, ich bin tatsächlich schon so alt, dass von mir Fotos in schwarz-weiß existieren. Die ersten Farbfotos zeigen mich schon auf meinen eigenen Füßen, aber die kann ich euch nicht antun - also weder die Bilder noch die Füße, meine ich. ;)

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Mi

13

Mär

2013

Gewinnspiel, die Zweite: Denen das Glück hold war ...

Über 100 Einsendungen - und alle richtig! Gebt's zu, es war viel zu einfach, stimmt's? Aber ich freue mich, dass sich überhaupt so viele beteiligt haben und hoffe, diejenigen, die kein Glück hatten, interessieren sich trotzdem noch für das Buch. *winkt mit einem ganzen Zaunpfahl*

 

Und jetzt präsentiere ich stolz (und in der Reihenfolge, in der sie von dem Herrn Beamten mit geschlossenen Augen gezogen wurden) die Gewinner:

 

Cornelia Lehner

Frauke Knappmann 

Elisa Suijkerbuijk

 

Die Gewinner sind bitte so nett, mir eine mail mit ihrer Adresse und Ja/Nein zu einer Widmung zu schicken.

 

Allen anderen danke ich herzlich fürs Mitmachen und eure lieben Glückwünsche! Und ich verspreche an dieser Stelle, dass es nicht das letzte Gewinnspiel gewesen sein wird - auch wenn ich die künftigen wohl etwas schwieriger gestalten werde. ;)

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Di

05

Mär

2013

Gewinnspiel!

Es ist da! Nein, kein Baby, jedenfalls kein echtes. Es handelt sich um mein erstes veröffentlichtes Buch, und das ist - wie man unschwer auf dem Cover erkennen kann - ein Jugendthriller. Wer mehr über den Inhalt erfahren möchte, switcht einfach mal rüber zu dem Punkt "Meine Bücher" - dort gibt es eine ausführliche Beschreibung.

 

Viel wichtiger ist jedoch, dass ich zur Feier des Tages ein Gewinnspiel veranstalte, bei dem es insgesamt drei der Bücher abzustauben gibt. Allerdings ist das nicht ganz einfach, aber ich bin mir sicher, diverse Suchmaschinen sind euch behilflich.

 

Und damit zu den leidigen Modalitäten:

 

Ihr findet unter diesem Text 10 Fragen.

Diese zehn Fragen ergeben jeweilige Antworten, von denen ein Buchstabe notiert werden muss.

Diese Buchstaben ergeben zusammengefasst einen Namen.

 

So weit, so simpel. Allerdings habe ich diese Buchstaben geschüttelt, anagrammiert. Ihr müsst also eure hoffentlich korrekten Buchstaben so umstellen, dass sie den richtigen Namen einer der bekanntesten Schriftstellerinnen der Welt ergeben.

 

Alle Klarheiten beseitigt? Dann los!

 

Das 1. Wort - der Vorname: gerührt, nicht geschüttelt

 

 

1.) Die grüne Insel - notiert den fünften Buchstaben.

 

2.) Der grüne Edelstein - der dritte Buchstabe.

 

3.) Der römische Gott von Anfang und Ende - der erste Buchstabe.

 

4.) Das Buch der Bücher - der vierte Buchstabe.

 

 

Das 2. Wort - der Nachname: ebenso gerührt und geschüttelt

 

1.) Das flächenmäßig größte Bundesland in Deutschland - der sechste Buchstabe.

 

2.) Befragung einer Person von Interesse - der vierte Buchstabe.

 

3.) Der große Feldberg liegt im …? Der erste Buchstabe.

 

4.) Abkürzung der US-Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt - der zweite Buchstabe.

 

5.) Harry Potters Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste im 5. Jahr (Nachname) - der erste Buchstabe.

 

6.) Bogenähnliche Waffe, die Bolzen verschießt - der siebte Buchstabe.

 

 

Rauchen euch die Köpfe? Nein? War es zu simpel? Umso besser!

 

Das Gewinnspiel läuft bis nächste Woche Dienstag, den 12. März, Mitternacht.

 

Sendet eure Antwort an apglonn@web.de - und dann hilft eigentlich nur noch Daumendrücken. Die Gewinner werden hier bekanntgegeben.

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Fr

04

Jan

2013

Schreibers Alphabet

Die Werkzeuge eines jeden, der auszieht, um zu schreiben, sind Worte. Manche drohen sogar damit: "Meine Waffen sind Worte, und ich benutze sie, wie ich es will!" Gelegentlich ist so eine Warnung auch angebracht, fürchte ich, ganz besonders, wenn sie missverständlich benutzt werden. Also die Worte, nicht die Warnungen. Bei meinem Beispielbild könnte man glatt auf die Idee kommen, dass da jemand seltsame Vorstellungen vom Autowaschen hat. Aber gut. Es wird viele verblüffen, aber Worte bestehen aus Buchstaben. Und es wäre gut, wenn zumindest diese schon beherrscht werden. Ich kann sie sogar in der richtigen Reihenfolge.

 

A wie ...

 

A. P. Glonn. Klar, so heißt kein Mensch auf der Welt. Nicht mal ich. Ist trotzdem mein Name.Und merkt ihr etwas? Wieder fängt's mit dem Esel an. ;)

 

B wie ...

 

Betaleser. Eine Spezies, die fast noch wichtiger ist als diverse Gesundheitsreformen. Bei Gesundheitsreformen hat man im Endeffekt immer das Gefühl, sich hinterher krank zu fühlen. Betaleser - zumindest diejenigen, die ihren Job ernst nehmen und beherrschen -, sorgen dafür, dass nicht nur die immer fragliche psychische Gesundheit ihrer Schreiberlinge intakt bleibt, sie sind vor allem für gesunde und zufriedene Leser wichtig. Nie wieder Leser, die unter Augenkrebs leiden, in tiefe Plotlöcher fallen oder aufgrund nicht vorhandener Handlung anfangen, schreiend im Kreis zu laufen!

 

C wie ...

 

Copyright. Es ist leider noch immer nicht überall vorgedrungen, wie das letzte Beispiel einer Selbstpublisherin im E-Book-Bereich gezeigt hat. Aber auch geistiges Eigentum ist Eigentum, und nein, aus fremden Werken ganze (Ab)sätze zu kopieren und in sein eigenes Manuskript einzufügen, gilt nicht als selbst geschrieben.

 

D wie ...

 

Das geht gar nicht. Verherrlichung jeglicher Arten von Gewalt, Verharmlosung von Rassismus, Sexismus, Kriegstreiberpolitik und Ignoranz.

 

E wie ...

 

E-Literatur. Fragt mich lieber nicht. Ehrlich gesagt, ich weiß bis heute nicht, was das bedeuten soll. Ernsthaft soll es sein, mit tieferer Bedeutung und wenn's geht, in geistreichen Worten. Ich fürchte, das ist so gar nicht mein Stil, denn meine Mission ist nur eine: zu unterhalten.

 

F wie ...

 

Fanfiction. Ich könnte auch schreiben "Wie alles begann", aber dann hätte ich natürlich kein F am Anfang. Also bleib ich bei diesem Wort. Es gibt Leute, so habe ich mir sagen lassen, die auf FF-Schreiberlinge herabsehen. Diese Leute sind sicherlich die gleichen, welche Bücher von E. L. James oder Cassandra Clare im Regal stehen haben. Wie auch immer. Es gibt nichts Besseres, als seinen Willen zum Schreiben, sein Talent und seine Phantasie in einem bereits vorgegebenen Universum zu trainieren, auszubauen und sich bewusst zu werden, dass man es selbst auch kann. Oder können möchte. Probiert es. Ihr werdet es nicht bereuen.

 

G wie ...

 

Ganz oder gar nicht. Was das Schreiben oder Veröffentlichen angeht, halte ich es wie Yoda, wenn ich auch ein wenig seinen Sprachstil kritisiere. Nicht versuchen. Tu es oder lass es. Aber nicht versuchen.

 

H wie ...

 

Herrgottza! Headdesk! Himmel und Hölle! Man flucht, man schimpft, man droht, man bettelt, man fleht: Es hilft alles nichts. Die Protas zeigen dir den Mittelfinger oder hetzen die Gewerkschaft auf dich (wahlweise beides), dein Gehirn ist wie ein Sieb, ausgerechnet jetzt beschließt deine Umgebung, dass es Zeit für das weltgrößte Weltuntergangsfestival ist und außerdem hält dich ein Schnupfen seit Wochen im Griff. Deine Tastatur macht ohnehin schon lange nicht mehr, was du willst, und deine Finger haben eine eigene Vorstellung vom Zehnfingerschreiben. Kein Problem. Das geht vorüber. Früher oder später.

 

I wie ...

 

Irgendwann klappt's. Mit dem Schreiben. Mit dem Verlag. Dem Berühmtwerden. Und wenn das alles nichts wird, dann doch wenigstens ein Lottojackpot, oder? :D

 

J wie ...

 

Jäger und Sammler. Mein Gehirn arbeitet assoziativ, soll heißen, in Sekundenbruchteilen entstehen Ideen allein aus Wortfetzen, Musik, Liedtexten, Gerüchen, Farben, Formen. Meistens zerfallen diese Ideen genauso schnell wie sie gekommen sind, doch diejenigen, die sich festkrallen, lassen mich nicht mehr los.

 

K wie ...

 

Keine Panik. Wenn sich Protas an einer Stelle weigern, das zu tun, was man möchte oder schlimmer noch, wenn man keine Ahnung hast, was deine Protas eigentlich möchten, ignorier die Szene. Schreib eine andere. Vorausgesetzt, du schreibst keine in sich abgeschlossene Handlung einer Kurzgeschichte, hast du alle Möglichkeiten der Welt, dir eine andere Szene zu schnappen und diese niederzutippen. Kein Gesetz der Welt verbietet nichtlineares Schreiben. Sicher? Ganz sicher.

 

L wie ...

 

Lachen. Ich liebe es. Schreib mir also ein Buch, das spannend, abenteuerlich, mystisch und - ganz, ganz wichtig! -, humorvoll ist, und du hast mich am Haken. Mich und wahrscheinlich 80 Prozent aller anderen Leser, die sich für dein Genre interessieren.

 

M wie ...

 

Manuskript. Und fertig. Und hurra! Und Absagen. Absagen, Absagen, Absagen. Von Verlagen, von Agenten. Schlaflose Nächte, rotgeräderte Augen, Hoffnungen und kurzzeitige Erlösung. Kurzzeitig deshalb, weil garantiert bereits das nächste Bunny zugebissen hat. Von der Überarbeitung will ich gar nicht erst anfangen, sonst breche ich in Tränen aus.

 

N wie ...

 

Nimmermehr. So gern ich Fantasy lese, so ungern möchte ich jemals wieder auf einem Klappentext solche Sachen lesen: Auserwählte(r). Einzige(r) Auserwählte(r). ...war völlig normal, bis er eines Tages ... Und er/sie stellt fest, dass er/sie über unglaubliche Fähigkeiten verfügt, die er/sie noch nie bemerkt hatte. (Schon allein da möchte man doch an den geistigen Kapazitäten des Helden zweifeln, finde ich.) Oder diese Art: X ist der härteste Vampir/Gestaltwandler/Supermagier/Held der Weltgeschichte, der nie Gefühle hatte - bis er auf Y trifft: Sie ist nur eine Menschenfrau, aber ihre Schönheit, ihr graziler Gang, ihre zarte Stimme ziehen ihn in ihren Bann, und X verliebt sich unsterblich. (Wortwörtlich. Ist ja doch ziemlich lang, so eine Ewigkeit.)

 

O wie ...

 

Originalität. Es gibt Leute, die sind ewig auf der Jagd danach. Ich gehöre dazu. Bleibt die Hoffnung, dass ich meine eigenen Erwartungen auch erfülle. Oder mit der Kritik der Leser leben kann.

 

P wie ...

 

Plotbunny. Das ist eine unglaublich unterschätzte und sehr gefährliche ... hm. Was eigentlich? Art? Rasse? Wesen? Kann ich nicht richtig beurteilen. Tatsache ist, dass sie dich hinterrücks überfallen und du es meistens nicht einmal merkst, bis sie dich eingesponnen haben in ihre Ideen, ihre abstrusen Vorstellungen, Handlungen, Beziehungen und die abgrundtiefen Löcher, die sich dadurch auftun können. Beware!

 

Q wie ...

 

Qual. Ehrlich mal, was soll man auch sonst mit dem Q anstellen? Ist das nicht einer der sinnlosesten Buchstaben des gesamten Alphabets? Könnte man den nicht problemlos ersetzen? Stellt euch vor, ab heute gäbe es eine neue Rechtschreibreform. Statt "Qual" stünde da plötzlich "Kwal" oder aus der "Qualle" würde eine "Kwalle". Was denn, findet ihr auch nicht schlimmer als andere Sachen, die bei den RS-Reformen durchgesetzt wurden? Alles Kwark, oder?

 

R wie ...

 

Ratgeber. Ich habe es durchgerechnet. In den letzten vier Jahren habe ich etwa anderthalb Millionen Worte nur für Geschichten geschrieben. Das ist eher noch tief gestapelt denn übertrieben. Und nach all diesen selbstverfassten und geschriebenen Worten habe ich zum Geburtstag meinen ersten Schreibratgeber geschenkt bekommen. Und damit kommen wir auch gleich zum nächsten Buchstaben, denn hier ist  ...

 

S wie ...

 

Sol Stein, offenbar eine Legende unter den Ratgeberverfassern. Er erfindet mit "Stein on writing" nicht das Rad neu, aber viele Sachen, die ich bestimmt unbewusst erfasst hatte, formuliert er aus. Er macht anfangs einen Fehler, den er selbst anprangert: Er ist laaaaaaaangatmig. Aber im Großen und Ganzen ist interessant, was er zu sagen hat. Obwohl mir manche im Ratgeber aufgefallenen Dogmen gegen den Strich bürsten. Man kann es mit show don't tell auch übertreiben.

 

T wie ...

 

Testleser. Fast so schwierig zu finden wie Betaleser, und manchmal übernehmen sie auch beide Jobs. Aber normalerweise fungiert ein Testleser eher für den Gesamteindruck: Ist der Plot durchdacht und schlüssig? Handeln die Protagonisten nachvollziehbar? Ist der Schreibstil angenehm und der Geschichte angepasst? Sag mal, dämlicher Schreiberling, was soll das heißen, die Story ist zu Ende? Schreib auf der Stelle ein Sequel! (In der besten aller möglichen Welten kommt ein solcher Kommentar.) Wichtig ist jedoch das Feedback dieser Leute. Und ehrliche Kritik, selbst wenn es von den besten Freunden kommt. Ich habe doppelt Glück: Freunde, die mir diese Kritik geben und Kritiker, die freundlich und sachlich den Mist, den ich verzapfe, offenlegen.

 

U wie ...

 

Unlust. Soll vorkommen, lautet ein Gerücht. Und solange man keinen Vertrag mit einem Verlag hat oder keine Abgabetermine, die im Nacken drücken, ist es okay. Schreiben soll schließlich Spaß machen, doch selbst der lustigste Mensch kann nicht immer Spaß vertragen. Sollte die Unlust chronisch werden, kann man davon ausgehen, dass es am real life liegt. Die Protas einer Geschichte sind erfahrungsgemäß Rampensäue, die lieber heute als morgen über sich erzählen.

 

V wie ...

 

Verlag. Großer Verlag, Publikumsverlag. Man kann mir erzählen, was man will, aber ich glaube, jeder, der Bücher schreibt, wünscht sich, veröffentlicht zu werden. Und wenn das geschieht, sollte das möglichst im großen Stil passieren, das Buch in den Buchhandlungen ausliegen, Leseprobenheftchen herumschwirren, am besten noch bei der Buchmesse einen eigenen Stand bekommen. Ein schöner Traum. Ich halte an ihm fest. Und es ist nicht verkehrt, diesem Traum näher zu kommen, indem man sich einen Agenten sucht oder bei einem kleineren Verlag anfängt.

 

W wie ...

 

Warum schreibe ich eigentlich das ganze Zeugs? Weil es rausmuss. Weil es meinen Kopf klärt, mir Raum für Neues lässt. Für Inspirationen, für Anregungen, für Ideen, für .. ja. Manchmal auch Quatsch. Oder Kwatsch. Wie es euch gefällt. ;)

 

X wie ...

 

x Worte in x Geschichten und Büchern. Die genaue Anzahl aller jemals gelesenen und geschriebenen Worte wird niemals zu ermitteln sein, und ich finde, das ist auch ganz gut so. Auf mindestens die Hälfte davon könnte man wahrscheinlich ohnehin verzichten. Aber wenn ich die Wahl habe zwischen allen oder gar keinen, würde ich mich immer für alle entscheiden. Ihr wisst schon: ganz oder gar nicht.

 

Y wie ...

 

Ypsilon. Dieser Buchstabe ist nun wirklich überflüssiger als überflüssig. Im Prinzip brauchen ihn doch nur die Bayern. Aber ganz unter uns: Baiern würde so schlecht auch nicht aussehen. Und einen sprachlichen Unterschied hört man ja ohnehin nicht.

 

Z wie ...

 

Zum Schluss. Last but not least muss ich noch jemanden erwähnen. Viele Jemande. Eine ganze Truppe. Das Rudel. Mein Rudel. Diese ganzen Leute, mit denen ich täglich mein Leben teile und die ich vermisse, wenn ich mich einmal außerhalb des 21. Jahrhunderts (sprich: ohne Internet) befinde. Danke, dass es euch gibt.

 

Fragen, Proteste, Anmerkungen, Kritik? Ich bin ganz Ohr.

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So

23

Dez

2012

Rückblickend vorausgeschaut

Jetzt habe ich also gewartet und gewartet. Dachte, der Weltuntergang verspätet sich vielleicht um ein paar Stunden. Möglicherweise auch um einen oder anderthalb Tage. Aber wenn man davon ausgeht, dass nicht-weiße Weihnachten und ein bisschen Föhnlage keinen Weltuntergang darstellen, wird er wohl auch nicht mehr kommen. Zeit für bisschen Reflektion. 

 

Ende des Jahres 2011 hatte ich sogar ein paar Vorsätze gefasst. Es waren sechs oder sieben Stichpunkte, von denen ich die meisten wieder vergessen hatte, sobald ich sie im Rudel gepostet hatte, aber drei sind mir im Gedächtnis geblieben:

 

- Abnehmen

- Non-HP schreiben

- wieder einen Sport finden, der mir Spaß macht

 

Komischerweise sind es auch die drei, die ich umgesetzt habe. Nicht in allen drei Dingen absichtlich, aber umgesetzt.

 

Fangen wir mit dem nicht ganz freiwilligen Punkt an. Das Abnehmen. Anfang des Jahres 2012 hatte ich noch einige Kilo mehr auf den Rippen. War nicht unbedingt toll, schon gar nicht für jemanden, der so kaputte Knie hat wie ich. Andererseits schmeckt's einfach zu gut. Zumindest manchmal. Und als Schokojunkie Disziplin aufzubringen, muss erst einmal gelernt werden. Ich verlor meinen Appetit radikal. Ende Mai fand ich meinen Kater - überfahren. Hätte nicht gedacht, dass mich das überhaupt mitnehmen würde, geschweige denn so erschüttern. War doch mein Lieblingssatz gewesen: "Es ist nur eine hässliche rote Katze." Ohne mein Wissen (und schon gar nicht mit meiner Zustimmung!) hatte sich diese hässliche rote Katze in mein Herz gestohlen. Und ein Stück davon starb mit ihm. So schnell kann's gehen.

Fazit: Ein Stück Seele wiegt 10 Kilo.

 

Non-HP schreiben. Damit hatte ich bereits 2011 angefangen, es war also nicht sonderlich schwer, einfach weiterzumachen. Jetzt bin ich Besitzer zweier fertiger Manuskripte und gerade ein wenig unentschlossen, welche meiner Ideen ich am besten verfolge. Es ist bestimmt nicht leicht, mit einer Schreibblockade zu leben, aber genauso schwer ist es, (zu) viele Ideen zu haben, die man selbst interessant findet.

 

Anfang des Jahres war ich außerordentlich frustriert. Alle Sportarten, die mich gereizt hätten, wurden so weit entfernt angeboten, dass es mich ein nicht zu kleines Vermögen an Sprit gekostet hätte, dort regelmäßig hinzufahren. Dass ich dann mit Laufen beginnen würde, hätte ich selbst nicht gedacht. Ich war nie ein Joggingfan, und es sollte nur eine Notlösung übergangsmäßig sein. Doch wie es scheint, habe ich alles richtig gemacht: So langsam angefangen, dass mir das Laufen nicht schwer fiel und vor allem mit so kurzen Strecken, dass nicht einmal jemand, der eine so schlechte Kondition hat wie ich (zu diesem Zeitpunkt), damit überfordert war. Tja. Was soll ich sagen. Es macht mir mittlerweile Spaß und ich musste mir vor wenigen Tagen neue Laufschuhe kaufen, weil die alten völlig hinüber waren. Dass sich meine Kondition explizit gebessert hat und ich mittlerweile in der Lage bin, gelegentlich mit dem Essen über die Stränge zu schlagen, ohne dass es meine Waage juckt, ist ein Bonus. Doch, gefällt mir.

 

War das schon alles Interessante in diesem Jahr? Natürlich nicht. Da ist schließlich immer noch mein Rudel. Und die sind einfach großartig. Egal, was passiert, egal, wie man sich fühlt, sie fangen einen auf. Eine tolle Truppe mit tollen Leuten. Ich gerate grundsätzlich ins Schwärmen, wenn ich an sie denke, aber ich schäme mich dafür nicht. Ehre, wem Ehre gebührt.

 

Herausheben möchte ich trotzdem zwei von ihnen. Meine Lieblingsschnecke (ll), die immer großzügig, herzlich und unglaublich witzig ist. Sie hat einen staubtrockenen Humor und die Fähigkeit, jedem das Gefühl zu vermitteln, etwas Einzigartiges, Besonderes zu sein. Ihre mentale Kraft reicht für den Rest der Welt und natürlich auch für mich. Ich nutze sie schamlos aus, doch beschwert hat sie sich nie. :)

 

Mein Illing. Sie ist mir so unglaublich ähnlich und (Zitat geklaut von besagtem Illing!) sieht das nicht einmal als Beleidigung. Da es nicht sonderlich einfach ist, mit mir auszukommen, und sie nicht nur einen stressigen Beruf hat, sondern sich zudem auch noch um sämtliche technischen und organisatorischen Belange des Rudels kümmert, ist es besonders herauszuheben, dass sie das auch noch auf einer täglichen Basis und gern tut.

 

Auf diese beiden kann ich mich jederzeit verlassen - und tue es auch. Ich weiß nicht, wo ich ohne sie stehen würde, aber definitiv würde es mir dabei nicht so gut gehen.

 

Ja, mir geht es gut. Ich bin glücklich verheiratet, habe das beste Rudel der Welt und Freunde, auf die ich bauen kann. Einer meiner Träume - die Veröffentlichung eines Buches -, ist dabei, wahr zu werden, und ich wüsste keinen Grund, warum ich nicht spätestens nächstes Jahr endlich mal den Lottojackpot knacken sollte. Es liegt bestimmt nicht daran, dass ich es nicht versuche.

 

Und jetzt der Jahresrückblick im Schnelldurchlauf:

 

Januar: Urlaub! Ein paar Tage Kultur in Wien. Puh! Ist nicht meine Stadt, gestehe ich. Alles viel zu wuchtig, zu erschlagend, zu ... k.u.k. Das Einzige, was mir wirklich gut gefallen hat, war das Haus des Meeres. Aber da könnte ich einziehen.

 

Februar: Fortsetzung des Urlaubs, allerdings im Bayerischen Wald. 14 Grad minus, viereinhalb Stunden unbewegliches Herumstehen vor dem Wolfsgehege. Hat mir phantastische Bilder beschert und Diego einen Schnupfen.

 

März: Der Frühlingsmonat meinte es recht zeitig gut mit uns. Brachte uns ziemlich viele warme Tage und für mich Bienen im Garten, damit ich etwas zum Fotografieren hatte. Und nicht zu vergessen: Die paarungswilligen Kröten im Zinneberger Weiher!

 

April: Na, der überraschte doch noch einmal mit 30 cm Schnee. Nicht, dass sich der lange gehalten hätte, aber immerhin. Und eines der Highlights des Jahres: Das FT in Hodenhagen. Dabei war nicht einmal der Safaripark die ultimative Sache, sondern eher der Wolfspark bei Verden. Das ist ganz in der Nähe von - haltet euch fest! -, Visselhövede. Wer das zehnmal schnell hintereinander aussprechen kann, ohne zu lachen, ist ein Held.

 

Mai: Der Wonnemonat enthält in meiner Erinnerung nicht allzuviel Positives. Zu erwähnen wäre höchstens noch das Pferderennen Ende Mai mit einem Gruppe-III-Rennen. Pakal - Black Arrow - Salon Soldier. Kostete mich mal wieder einige Drabbles, die ich noch schreiben muss.

 

Juni: Tripsdrill! Wohl der genialste Wildpark, der irgendwo in der Nähe existiert. Die weißen Wölfe haben Nachwuchs, die Füchse kommen an den Zaun, die Bären sind ebenfalls mit 3 Jungtieren gesegnet. Fotograf, was willst du mehr? Dass wir uns vorher das Musical "Rebecca" angeschaut haben, war nur noch das I-Tüpfelchen auf einem perfekten Wochenende.

 

Juli: Traditionell die Schliersee-Zeit. Wir fahren mindestens einmal um diese Jahreszeit hin, um zu sehen, wie es mit den Haubentauchern und anderen Wasservögeln steht. Gibt es Jungtiere? Wenn ja, wie entwickeln sie sich? Dieses Jahr sah es schlecht aus. Ein paar Enten mit Jungtieren, ein paar Blessrallen, Ende. Und die Schwäne schaffen es offensichtlich auch nie, ihren gesamten Nachwuchs durchzubringen.

 

August: Ritterfest in Amerang. Wie üblich unglaublich viel Gedränge und mehrere schöne Kampfshows. Obwohl sie im Jahr davor besser waren, aber das war ja kein Wunder. Immerhin hatte Ansgar der Wikinger das Sagen ... :) Meine Fähigkeiten im Armbrustschießen haben sich auch verschlechtert. Lag garantiert an der Armbrust.

 

September: Igelbabys im Garten! Gleich drei Stück. Vorsicht, Quietschgefahr! Die Jungs (ich behaupte einfach mal, dass es Jungs waren) sind so niedlich, dass es ein härteres Herz als das meine verlangt hätte, sich von ihnen zu trennen. Wirklich Angst kennen sie auch nicht und dankbar machen sie sich über das Katzenfutter her.

 

Oktober: Die Igelchen sind verschwunden - Kunststück. Nebenan wird gebaut, Einheimischenprojekt. Tag und Nacht wird gelärmt, gehämmert, gebohrt. So viel Stress geht nicht nur uns auf die Nerven. Und Urlaub auf Rügen! Ist um diese Jahreszeit eine geniale Angelegenheit. Es ist ziemlich kalt, die Touristenströme ziehen sich zurück und die Kraniche kommen! Hinfahren, ansehen, fotografieren!

 

November: NaNoWriMo. Was habe ich mir dabei gedacht? Nichts, offensichtlich. In 16 Tagen 52.000 Worte heruntergehackt und dann abgebrochen. Der Grund war so erfreulich wie simpel: Mein Manuskript des Jugendthrillers wurde akzeptiert. Hurra! Auf geht's mit einem Vertrag und verschiedenen zu klärenden Sachen.

 

Dezember: Beginnt mit heftigem Schnee und Kälte. Sturm kommt hinzu und ein Baum, der aufs Haus fällt. Gibt dem Begriff "Dachschaden" eine völlig neue Bedeutung. Wir haben Angst, aus dem Haus zu müssen, doch zum Glück sieht es schlimmer aus, als es ist. Viel schlimmer. Wie ein Kriegsgebiet. Zum Glück keine Toten, nur tote Äste und Ziegelsteine, die überall herumliegen. Der Weltuntergang lässt uns auch im Stich - dabei hatte ich so auf schöne Fotos gehofft. Na, man kann eben nicht alles haben.

 

Und jetzt? Was habe ich mir fürs nächste Jahr vorgenommen? Eigentlich bin ich völlig entspannt. Ich möchte, wenn's geht, auch mein zweites MS an den Mann (Verlag) bringen und am liebsten ein weiteres beenden. Ansonsten hoffe ich, dass im Rudel und bei denjenigen, die ich als meine Familie betrachte, alles bestens läuft. Apropos Laufen. Ich glaube, ich möchte nächstes Jahr einen Wettkampf mitmachen. Mal sehen, ob ich mich traue.

 

Und ihr? Was habt ihr im letzten Jahr erlebt? Was hat euch beeindruckt, mitgenommen, bestürzt, erfreut? Was habt ihr euch fürs nächste Jahr vorgenommen?

 

In diesem Sinne: Entspannte und entspannende Weihnachten, angenehme Festtage und einen guten Rutsch! Have fun!

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Di

18

Dez

2012

Weltuntergang und so

Ich habe jetzt überlegt, ob ich einen Jahresrückblick vornehme. (Ha, welch Wortwitz: Rückblick vornehmen!) Ja, man merkt es schon, ich bin ein Schreiberling, jedes Wort ist völlig durchdacht und sinnvoll. Nun, wie auch immer, back to topic, heißt es auf Real-Deutsch. Jahresrückblick. Bilanzen ziehen. Möglicherweise auch Finanzen. Na, die wohl eher nicht. Anderes Thema, ganz anderes Thema.

 

Wie auch immer: Ich habe mich dagegen entschieden, denn da ist ja noch immer der Maya-Kalender, der endet. Und mit ihm die ganze Welt, wie so die einen oder anderen Feingeister befürchten. Besonders die, die sich mit den Weingeistern verbünden. Oder so. Ich werde also mit einem möglichen Jahresrückblick warten. Bis mindestens ... na, sagen wir bis zum 22. Dezember. Dann hatte der Weltuntergang genügend Zeit, sich zu entwickeln, Fahrt aufzunehmen, Wellen in Presse und Rundfunk zu schlagen und auch in entlegenste Ecken anzukommen. Zum Beispiel in Rosenheim. Oder Ebersberg. Zorneding. Ja, solche fernen Orte. Und wenn sich herausstellen sollte, dass auch da nichts passiert, nun dann.

 

Schätze, dann kann mich nichts mehr zurückhalten. Jahresrückblick und, ganz wichtig: die guten Vorsätze für 2013. Ich werde bereit sein. Jawohl.

 

Was haltet ihr von einer After-Weltuntergangs-Party? Denn nach dem Untergang ist vor dem Untergang. Und schließlich muss man die Feste feiern, wie sie fallen.

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So

16

Dez

2012

Bin da - wer noch?

Zuerst:

 

Leute, die einen Blog erstellen, sollten etwas zu erzählen haben. Bevorzugt etwas Interessantes. Ob ich das schaffe, kann ich nicht versprechen. Wahrscheinlich nicht. Zumindest nicht für jeden. Alle anderen: willkommen.

 

Zu mir:

 

Ich bin ein Technikdepp. Schon immer gewesen. Nicht stolz darauf, aber auch zu faul und uninteressiert, um das zu ändern. Dass ich hier eine Webseite samt Blog erstellt habe, macht mich geradezu euphorisch, obwohl sogar ich zugeben muss, dass es einfach war.

 

Ich kann schreiben. Manchmal tue ich das auch. Und wenn ich einen guten Tag habe, gefällt Leuten, was ich schreibe. Ich habe ziemlich viele gute Tage. Manchmal bekomme ich auch Tassen geschickt. Nicht immer an den schlechten Tagen. Ach, man sollte keine Insiderwitze bringen, jedenfalls nicht gleich am Anfang. Oder? Nein, sollte man nicht. Falls doch, sollte man sie erklären. Zum Glück bin ich nicht "man". Und ich erkläre gar nichts. Höchstens, wenn man mich fragt. Dann aber ausführlich. Fürchte ich. Kurz fassen ist nicht meine Stärke.

 

Zu euch:

 

Ihr seht, der Depp nennt sich immer zuerst, deshalb steht oben auch "zu mir". Könnte auch stehen: "Zum Esel". Aber das würde sich eher wie ein Wirtshaus anhören, und unter uns: Ich kenne fast keine Wirtshäuser. Ich gehe selten in eines, und niemals, um zu trinken. Zumindest keinen Alkohol. Schmeckt nicht, stinkt, bringt Kontrollverlust. Und schon wieder schwafle ich über mich anstatt euch. Denn eigentlich finde ich euch viel interessanter als mich. Wer seid ihr? Was bewegt euch? Was wollt ihr erreichen? Wo kollidieren euer real life und eure Träume?

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So

16

Dez

2012

(B)log in

Das ist mein erster Blog, der wird möglicherweise [sic!] chaotisch. Lasst meinen ersten Eintrag mit Kenia beginnen.

 

Kenia ist ... so vieles. Meine heimliche (vielleicht nicht ganz so heimliche!) Sehnsucht. Das Land, von dem ich träume. Ich verzehre mich nach der Hitze, nach dem Staub, dem Ruckeln des Jeeps auf einer Buckelpiste, nach dem Geruch von verbranntem Gummi, der einen trifft, sobald man in Mombasa aus dem klimatisierten Flughafengebäude trifft und von einer Luft umarmt, umhüllt, ja, geradezu gewürgt wird, die wie weiche, flauschige, feuchte, heiße Watte ist. Ich zähle die Tage, bis ich wieder dahin fliege. Und es sind nicht mehr viele. Oder zu viele. 20. Januar 2013. Ich hoffe, der Weltuntergang hält sich in Grenzen und die Flugzeuge fallen nicht aus. Aber ich bin optimistisch. Immerhin hatten sämtliche Völker dann fast genau vier Wochen Zeit, sich auf die Zeit nach dem Weltuntergang einzustellen.

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